Ich hatte bereits mit meiner anderen Hündin an 2 Bootcamps bei den Rudelherzen teilgenommen. Ein Anfänger Bootcamp und eines für Fortgeschrittene.
Trotzdem habe ich mich bei unserem Nachwuchs wieder für ein Anfänger-Bootcamp entschieden.
Warum?
Zum einen natürlich weil ich aus meiner älteren und vormals recht unsicheren Hündin mit Hilfe des kompetenten Trainerteams eine fröhliche und aufgeschlossene Hündin "geformt" habe, also gute Erfahrungen mit den Rudelherzen gemacht habe.
Zum anderen weil sich ein Bootcamp grundsätzlich von der Arbeit ein bis zweimal die Woche auf den heimischen Hundeplatz oder in der heimischen Hundeschule unterscheidet. Hiermit meine ich nicht die Trainingsmethoden sondern das Umfeld und die Intensität.
Es macht einen großen Unterschied zum "normalen" Training, wenn man 4 Tage fern von zu Hause an einem zunächst unbekannten Ort mit unbekannten Menschen und unbekannten Hunden arbeitet, welche - im Idealfall - nach 4 Tagen eben nicht mehr fremd sind.
Es macht ein Unterschied, ob ich die "Primetime" für den Hund zwischen Beruf, Haushalt, Familien, Freunden und Bekannten lege, wo sie zumeist knapp bemessen ist und immer irgendein - wenn auch unterschwelliger - Zeitdruck herrscht oder ob ich mir mal 4 Tage exklusiv Zeit für die Arbeit mit meinen Hund und natürlich für die "Zweisamkeit" in den Pausen nehmen kann.
Wenn das Ganze dann noch so gut und kompetent wie vom Team der Rudelherzen begleitet wird, dann wird man schnell Erfolge mit seinen Hund sehen.
Aber natürlich hört die "Arbeit" nach dem Bootcamp nicht auf. Man muss bekanntlich kontinuierlich sowie "richtig dosiert" an und mit seinem Hund arbeiten, um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Auch sollte man offen für neues aber auch Kritik sein, denn streicheln bringt uns bekanntlich nicht weiter. Wobei ich sagen muss, dass Steffi und Dennis Kritik schon recht charmant, aber dennoch verständlich verpacken können ;-)
Viele lassen sich lieber von unbekannten Menschen auf Facebook beraten. Menschen, die vielleicht selbst nicht wissen, dass die Beziehung und das Vertrauen zwischen ihnen und ihrem Hund nicht wirklich in Takt ist. Vieles wird immer akzeptiert, weil einige es ja auch genauso machen oder ähnliche Erfahrungen gesammelt haben. Da muss ich immer an die Werbung mit dem Fensterputzer bei einem Kreditinstitut denken. Das muss nicht sein.
Wer seinen Hund lesen kann, wer die für seinen Hund und seine individuelle Situation passenden Wege/Methoden an die Hand bekommt, der wird am Ende einen viel entspannteren Weg im Leben mit seinem Hund beschreiten und der Hund wird es dankbar annehmen.
Wer solch einen Weg beschreiten möchte, der findet bei den Rudelherzen einen kompetenten und zuverlässigen Partner.
… und hat mir mein 2. Anfänger-Bootcamp etwas gebracht? Absolut!
Zum einen als Auffrischung speziell dessen, was ich bei meiner anderen Hündin nicht einsetzen musste, aber (vielleicht) eben bei meiner Jüngsten gut funktioniert.
Zudem interessierte es mich wie qualifizierte Hundetrainer die Arbeit / Zusammenarbeit mit unseren Jüngsten sehen und die Einschätzung der Hündin selbst durch diese Trainer basierend auf einen längeren aber komprimierten Zeitraum.
Natürlich auch um das Verhalten zu sehen, wenn wir an einen neuen Ort kommen - mit fremden Menschen und Hunden - und wie sie sich in der Gruppe über die Zeitraum "entwickelt". Final natürlich auch um die Bindung und das Vertrauen zueinander zu stärken. Da zwingt sich die Situation "4 exklusive Tage mit dem Hund in einer neuen Gruppe" quasi auf.
Noch einmal vielen lieben Dank an Steffi und Dennis für das tolle Bootcamp sowie an die tolle bunt gemischte und sympathische Truppe die mit uns die Tage im Bootcamp verbracht hat.
Frank Benecke am 21.09.2020